Die Stiftung hat den Zweck, Räume für kreative Residenzen, Austausch und Arbeit in Crémines (Industriestrasse 65 und 66) zu schaffen und zu erhalten. Diese Räume sind offen und zugänglich für alle und dienen künstlerischen Aktivitäten im weitesten Sinne des Wortes. Als künstlerisch gelten alle menschlichen Aktivitäten, die darauf abzielen, Verbindungen zu experimentieren, zu entdecken, zu studieren oder zu schaffen, unabhängig von ihrer Natur. Dazu gehören beispielsweise die wissenschaftliche Forschung (die Wissen und Daten verbindet), die soziale Arbeit (zwischenmenschliche Beziehungen) sowie Musik (Verbindungen zwischen Klängen), Poesie (Verbindungen zwischen Worten) und bildende Kunst (Verbindungen zwischen Formen, Texturen und Farben) usw. Kurz gesagt, jede Aktivität, die Forschung, Experiment und Kreativität verbindet, gilt als künstlerisch. Der Gewinn und das Kapital der Stiftung werden ausschließlich für den oben genannten Zweck verwendet. Die Stiftung verfolgt keine gewinnorientierte Tätigkeit. Die Stiftung arbeitet eng mit einem Verein zusammen, der die Aufgabe hat, die Aktivitäten zu verwalten, die in den Räumen stattfinden. Dieser Verein muss bestimmte Bedingungen erfüllen, nämlich: a) als gemeinnütziger Verein gemäß den Artikeln 60 und folgenden des Schweizerischen Zivilgesetzbuches organisiert sein, b) als gemeinnützig anerkannt sein, c) freiwillige Beiträge statt fester Preise oder Tarife zu praktizieren, d) den Austausch so weit wie möglich zu entmonetarisieren und nach der Logik der Gabenwirtschaft zu funktionieren. Insbesondere darf keine kommerzielle Tätigkeit stattfinden und alles, was der Verein produziert und enthält, ist für die Öffentlichkeit frei und kostenlos zugänglich, e) die private Nutzung der Räume und Ressourcen des Projekts zu minimieren und die kollektive Nutzung zu maximieren, f) die Selbstverwaltung und die horizontale Entscheidungsfindung zu fördern, g) ein ökologisches und soziales Bewusstsein und eine entsprechende Praxis zu entwickeln, h) inklusive und nicht-diskriminierende Praktiken zu pflegen, i) ein Netzwerk mit Projekten mit ähnlicher Philosophie und Herangehensweise zu entwickeln und zu pflegen. In ihren Beziehungen zum Verein unterstützt und schützt die Stiftung die oben genannten Aspekte. Insbesondere achtet sie darauf, die Selbstverwaltung und die Gabenwirtschaft, die für den Verein wesentliche Werte sind, nicht zu behindern. Sie hat auch die experimentelle Natur des Projekts im Auge und die Tatsache, dass jedes experimentelle Unternehmen notwendigerweise mit einem Risiko für den Erfolg einhergeht.